Vortrag „Simson zu Zeiten der Wende – Von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft“

In der DDR waren die Mopeds der Marke Simson allgegenwärtig. In den 1980er-Jahren zählte sie neben dem italienischen Hersteller Piaggio zu den größten Zweiradproduzenten Europas. Konzepte für zeitgemäße, neue Modelle wurden seitens des Staates aber nicht unterstützt. Notwendige Investitionen blieben aus. Mit der politischen Wende 1989/90 steuerte Simson in eine unsichere Zukunft.

Simson musste sich erstmals gegen Konkurrenten aus dem In- und Ausland behaupten. Der Absatz brach dramatisch ein. Trotz mehrerer Rettungsversuche musste die Suhler Traditionsfabrik 2002 ihre Tore schließen.

In seinem Vortrag beleuchtet Joachim Scheibe, von 1984 bis Mitte 1990 Direktor für Forschung und Entwicklung im IFA- Kombinat für Zweiradfahrzeuge, Jagd- und Sportwaffen Suhl, die Bemühungen von Simson zum Einstieg in die Marktwirtschaft.

Dabei wirft er einen kritischen Blick auf die Rolle der Treuhandanstalt in Berlin sowie auf die Haltung des Bundesverkehrsministeriums und des Bundeswirtschaftsministeriums in Bonn.

Joachim Scheibe war Mitbegründer des Fahrzeugmuseums Suhl und leitete es von 2007 bis 2019. Heute ist er Ehrenvorsitzender des Fördervereins Fahrzeugmuseum Suhl e.V.

Referent:
  • Joachim Scheibe
Kosten:
  • 3,00 €
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  • Die Sonderausstellung ist von 18:00 -19:00 Uhr geöffnet.
  • Kosten: zusätzlich 3,00 €

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